Hoher
Besuch im „Angriffsziel des Darabos-Kabinetts“:
am 14. Juli 2011 kam ein Ausschuss des Kärntner
Landtages zum Lokalaugenschein ins Bunkermuseum am
Wurzenpass, um bewusst hier vor Ort seine mittlerweile
vierte
Sitzung zur „Causa Bunkermuseum“ abzuhalten.
Einmal mehr hat damit das Land Kärnten seine
volle Unterstützung für das Bunkermuseum
und seinen Betreiber unmissverständlich klar
demonstriert.
„Die Sperranlage am Wurzenpass ist historisch
einmalig und erhaltenswert. Seit 2005 steht sie offen
und hat
sich zum wichtigen Tourismusziel für die Region
und weit darüber hinaus entwickelt“ betont
der Ausschussvorsitzende DI Johann Gallo. „Unsere
gemeinsamen Bemühungen dürfen nicht umsonst
gewesen sein: das Museum soll und muss so bleiben,
wie es ist - und sich bestens bewährt hat!“
Allen Problemen zum Trotz steht das Bunkermuseum
wie
geplant seit 08. Mai
offen: das Kriegsmaterial
kann
besichtigt werden – ist aber so abgesichert,
dass man Scherer daraus keine rechtlichen Probleme
mehr machen kann. Heuer kamen bisher mehr als 2.000
Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland:
begeistert vom Museum, aber entsetzt von den Attacken
aus dem Darabos-BMLVS, die in einer Sonderausstellung
dargestellt werden.
Seit Monaten laufen unglaubliche
Aktionen aus dem
Darabos-BMLVS gegen das Bunkermuseum und gegen seinen
Villacher Projektbetreiber Mag. Andreas Scherer. Zuerst wurden dem Milizoberst
im Herbst 2010 unter einem Vorwand vom „eigenen
Ministerium“ die Bewilligungen
für museales
Kriegsmaterial entzogen – dann kam die Aufforderung,
das zuvor seit 2005 vom Bundesheer angelieferte Material
(162 Tonnen) auf eigene Kosten (€ 276.000) auszubauen
und nach Wien zu bringen.
Mit dieser breiten Unterstützung
hat man in Wien aber wohl nicht gerechnet: über
alle Parteigrenzen hinweg kam massive politische
Unterstützung auf
Gemeinde-, Landes- und Bundesebene: einstimmig beschlossene
Resolutionen aus der Museumsgemeinde
Arnoldstein und vom Kärntner Landtag fordern, dass das einmalige
Bunkermuseum am Wurzenpass unbedingt erhalten bleiben
muss.
Minister Darabos hat unter anderem dem Bundespräsidenten
und dem Kärntner Landeshauptmann mehrmals eine
Lösung zugesagt. Weil sein Ministerium aber
nichts dafür und alles dagegen unternimmt, erstattet
Scherer deswegen heute Disziplinaranzeige: „Entweder
die Fachabteilungen handeln gegen Ministerweisungen,
oder Darabos lügt…!“. Auch die parlamentarische
Bundesheer-Beschwerdekommission wird jetzt eingeschaltet.
In
Not- und Gegenwehr gegen das Unrecht hat der Museumsbetreiber
bereits eine Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof
gegen den Entzugsbescheid eingebracht. Mittlerweile
gingen wegen des dringenden Verdachts des Amtsmissbrauchs
sogar zwei Anzeigen an die Korruptionsstaatsanwaltschaft
Wien: „Einmal kam die Weisung aus dem Kabinett,
dass mir der Zutritt zum Museumsareal zu verweigern
ist – obwohl ich der Grundeigentümer bin!
Dann hat die Rechtsabteilung versucht, mir per Post
die Schlüssel zum Kriegsmaterial zu unterjubeln,
die ich dem Minister per Post geschickt habe: damit
hat eine Behörde versucht, mich zu einer strafbaren
Handlung zu verleiten und sich damit gleichzeitig
selbst strafbar gemacht!“
Als Motiv hinter
den Attacken sieht Scherer „Rachsucht
und Willkür“ aus dem Darabos-Kabinett: „Man
will mich wohl als privaten Projektbetreiber dafür
bestrafen, was ich als Beamter im Verteidigungsministerium
intern angemerkt habe“. Scherer war bis Ende
Juni 2010 Leiter der Kommunikation im Verteidigungsministerium
und davor der Stellvertreter des derzeit noch abgesetzten
Generalstabschefs Entacher. Auch er hatte wie Scherer
seine Meinung geäußert. Nur ein Zufall?
Das
Bunkermuseum am Wurzenpass ist österreichweit
einmalig: nur hier kann im einzigen „Bundesheer-Museum“ Österreichs
das ehemals größte Verteidigungssystem
mit originalen Bunkern, Stellungen und Sperren samt
allen
dazugehörigen Waffensystemen aus dem „Kalten
Krieg“ in einem 11.400 m²-großen
Freiareal besichtigt werden. Der Initiator und Betreiber
war
hier selbst der letzte Kommandant. EU, Bund, Land
und Gemeinde sowie (bis zur Auflösung der von
ihm geleitet gewesenen Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
im BMLVS mit 30.06.2010) besonders das BMLVS und
das Österreichische
Bundesheer haben seine Privatinitiative im gemeinsamen
Interesse breit unterstützt.
Der Skandal bleibt spannend – und das Bunkermuseum
offen!
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