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Seit dem ersten Betriebswochenende ragt wieder ein Rohr aus
dem W3-Bunker, der von 1965-1992 mit einer russischen PAK 42
als Schartengeschütz bewaffnet war. Gefertigt ist das Rohr allerdings
nicht aus KRUPP-Stahl oder dem sowjetischen Nachbau, sondern
aus Kunststoff: installiert
wurde eine so genannte "Scheinanlage".
Scheinanlagen sind Attrappen, die als Nachbauten in unmittelbarer
Nähe von tatsächlichen, "scharfen" Waffensystemen aufgestellt
wurden. Sie sollten einen Angreifer täuschen und sein Feuer
auf sich ziehen. Auch neben dem echten Schartengeschütz im W3-Bunker
wäre gemäß Einsatzplanung im Ernstfall eine Scheinanlage errichtet
worden.
Im "Bunkermuseum
Wurzenpass/Kärnten" werden seit
der Eröffnung 2005 zwei Scheinanlagen von Panzertürmen
gezeigt
(übrigens die beiden letzten Exemplare, die es im Bundesheer
nach der "Verschrottungsaktion" noch gab). Ergänzt werden
sie nun zusätzlich durch eine ebenfalls neu aufgestellte
Scheinanlage einer leichten Fliegerabwehrkanone...
Neu am Museumsareal ist auch ein vierzig Jahre alter "680er":
die Steyr-LkWs dieses Typs haben jahrzehntelang Generationen
von
Soldaten und
Unmengen von Material auf ihren Ladeflächen transportiert
(und das auch bei der "Sperrkompanie
WURZEN/73"): egal ob auf der Straße
oder im Gelände. Bei Übungen und im Einsatz
- im In- und Ausland.
"Unser 680er" wurde am 15. Mai
2007 von Baden bei Wien "huckepack" mit einem Tieflader
bis zum Fuß des Wurzenpasses verlegt. Seine letzten fünf
Kilomter legte das aus dem Aktivfahrdienst bereits ausgeschiedene
Fahrzeug mit
Werkstatt-Nummerntafeln des Bundesheeres aus eigener (letzter)
Kraft selbst zurück. Von einem Fahrlehrer
der Heereskraftfahrschule gesteuert
bewältigte der 680er die
anspruchsvolle Bergwertung und fand so seinen "letzten Weg"
in seine "Endposition" im "Bunkermuseum
Wurzenpass/Kärnten", wo er mit den Original-Nummerntafeln "BH
76*429" die bestehende Sammlung ergänzt.
Mehr Fotos dazu gibt es bald in einer eigenen Galerie auf unserer
Homepage.
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