Am 09. Oktober 2007 wurde in der
Nähe von Mauthausen in Oberösterreich der
letzte von insgesamt neunzehn komplett verbunkerten
T34-Kampfpanzern
des
Bundesheeres ausgebaut. Bis dahin ist er hier vier Jahrzehnte lang von
Stahlbeton
umgeben
in einem Bunker gestanden, um Bewegungslinien zu sichern und zu verteidigen.
Großes Medieninteresse daran war vorprogrammiert
- und mehrere Beiträge die Folge (siehe unser Medienecho).
Auch in Zukunft soll der vormals eingesperrte Stahlkoloss "artgerecht" in
einem Betonobjekt aufgestellt sein. Jetzt allerdings
nicht mehr geheim und für Kampfzwecke, sondern
als ein ganz besonderes Schauobjekt und Relikt aus
dem "Kalten
Krieg".
Im Winter renoviert
wird der "Bunkerpanzer" am "Europatag 2008" (9. Mai) bei
der feierlichen Wiedereröffnung
des bis dahin aus- und umgebauten "Bunkermuseums
Wurzenpass/Kärnten" erstmals in seinem
zukünftigen "Quartier" öffentlich zu sehen sein.
Als die sowjetischen Besatzungstruppen 1955 aus
Österreich abgezogen sind, hinterließen sie quasi
als "Starthilfe" für das neu aufzustellende Bundesheer
unter anderem 37 ihrer Kampfpanzer T-34. Zuerst in
der Panzertruppe mobil eingesetzt wurde ein Teil
von ihnen in den Sechzigerjahren "verbunkert" und
ab dan ortsfest verwendet. Aus eigener Kraft in die
"letzte Stellung" gefahren oder hingeschleppt ragte
seit damals nur mehr ihr Kanonenrohr ins Freie. Zu
beziehen waren die Bunker über
Eisenleitern
und Steigeisen im Bunkerinneren.
Hunderte Panzertürme der Typen M-24, M-47, T34,
CHARIOTEER und CENTURION wurden im "Kalten Krieg"
in Österreich von
Kampfpanzern abgehoben
und
auf
Bunkeranlagen zur Geländeverstärkung montiert. Die Konfiguration
"Panzerturm auf Wanne mit Kette - koplett im Bunker"
bildete eine Besonderheit, die nur im nördlichen
Oberösterreich zwischen Staatsgrenze zur Tschechoslowakei
und Donau verwendet wurde - und im scharfe Schuss
nie zum Einsatz kommen musste...
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