21. April 2008 - Aus Wien, Salzburg,
Bruck-Neudorf und Klagenfurt rollte unter Militärpolizeischutz
eine ganze Flotte von schweren Lastwagen mit Anhängern
Richtung Arnoldstein:
sie brachte - unter großem Medieninteresse
- Panzer
und Kanonen, die im "Bunkermuseum
Wurzenpass/Kärnten" ihren letzten Aufstellungsplatz
finden und ab 10. Mai 2008 öffentlich zu sehen
sein werden.
Konkret kamen gleich
drei Panzerfahrzeuge: Kuriosum dabei ist jener russische
KampfpanzerT-34,
der in den
60er-Jahren im Mühlviertel/OÖ komplett in einem Bunker eingeschlossen
wurde.
Nach dem Ausbau
im Herbst 2007 und der Renovierung im Heereslogistikzentrum Salzburg
wird er nun seinen letzten Platz am Wurzenpass in einer großen Schaubefestigungsanlage finden,
die derzeit durch die Baufirma
N&W
Bau-Service GesmbH aus Arnoldstein und Soldaten
des Pionierbataillons
1 aus Villach errichtet wird. Leider war er vorerst noch nicht ganz fit für
die letzten 500 Transport-Meter im Schlepptau - und musste kurzfristig
in
Klagenfurt
durch
Spezialisten
des Heereslogistikzentrums
Klagenfurt zusätzliche Transporthaken
angeschweißt bekommen.
In der Ära der Raumverteidigung hätten KÜRASSIER-Jagdpanzer
auch am Wurzenpass
den Abwehrkampf als bewegliches Element verstärken
sollen - ein Exemplar steht jetzt im Bunkermuseum.
In ihre "letzte Stellung" gezogen wurden
die Panzer vom Prototypen eines neuen Bergepanzers
des Bundesheeres, der im Heereslogistikzentrum
Klagenfurt gebaut wird (wo aktuell auch massive Arbeiten
für das Kunstprojekt "QUERFELD" im
Zusammenhang mit dem europatag2008 und Bunkermuseum
laufen und der am europatag2008 in
Arnoldstein zu sehen sein wird).
Zusätzlich kamen (derweil) eine leichte 10,5
cm Feldhaubitze 18/40 (in Turmlafette), eine rückstoßfreie
10,6 cm Panzerabwehrkanone, eine 7,62 cm Panzerabwehrkanone
42 und eine 2 cm Fliegerabwehr(maschinen)kanone 58.
Diese Waffensysteme
aus ehemaligen Bunkeranlagen sollen im "Bunkermuseum
Wurzenpass/Kärnten" hinkünftig als
Ausstellungsstücke
die Zeit des Kalten Krieges zwischen Ost und West
vermitteln: was Österreich jahrzehntelang
geheim zur Landesverteidigung vorbereitet hat - aber
Gottseidank nicht zum Einsatz bringen musste.
Die feierliche Wiedererröffnung
des Museums nach den laufenden Um- und Ausbauarbeiten
wird in
einem Festakt für geladene Gäste als Beitrag
zum europatag2008 am
09. Mai 2008 erfolgen. Ab dem 10. Mai 2008 steht
das Bunkermuseum für
Besucher während seiner erweiterten Öffnungszeiten offen.
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