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Aktuelle Informationen (Archiv)

Saison-Start 2012 am 09. Mai
Auch heuer hat das Bunkermuseum wieder wie geplant am "Europatag" 09. Mai seine Tore geöffnet. In der (Rekord-)Saison 2011 kamen mit 9.572 mehr BesucherInnen denn je ins Museum - in die "Inselvariante" als Zwischenlösung...

Bunkermuseum doch noch nicht gerettet: Gesetzesänderung wurde aus Darabos-Kabinett sabotiert
Funktionsunfähig gemachtes Kriegsmaterial hätte mit einer Gesetzesänderung – wie früher – wieder nur dekorativer Schrott sein sollen. Dazu kam gegen alle Absprachen ein Veto... Warum wohl? Dazu hier bald mehr!

Bunker(museum) bleibt weiter unter Attacke
"Für den Bundesminister" laufen seit 2010 weiter unglaubliche Aktionen aus dem Darabos-BMLVS gegen das Bunkermuseum und gegen den Projektbetreiber ...

Landesbefestigung / Sperrtruppe
am Wurzenpass/Kärnten

AVISO: Russen-Panzer T34 wird zum Mahnmal an der B109 am Wurzenpass

 
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Am Donnerstag, den 07. Mai 2009, wird die B109 ab 10:00 Uhr für einen ganz besonderen Transport gesperrt: drei Schwertransporter des Bundesheeres werden unter Polizeieskorte anrollen, um mit einem modernen Bergepanzer einen historischen T34-Kampfpanzer und Panzerigel in ihre letzte, endgültige Position neben der Bundesstraße am Wurzenpass zu bringen. Aufstellungsort: km 6,93 mit Blickrichtung ins Landesinnere, wo bis 1990 im Verteidigungsfall der Abwehrkampf aus den österreichischen Bunkeranlagen begonnen hätte.

Historischer Hintergrund: am 08. Mai 1945 ging der blutige II. Weltkrieg endlich zu Ende. Aus den Alliierten von damals wurden später die Gegner in Ost und West: NATO und Warschauer Pakt standen sich während des „Kalten Krieges“ jahrzehntelang bis zum Fall des Eisernen Vorhangs quer durch Europa feindlich gegenüber. Der III. Weltkrieg stand vor der Tür und das kleine, neutrale Österreich wäre im Zentrum des Kontinents dazwischen gelegen. Seit 1955 hat sich daher das Bundesheer in gegen Durchmarschpläne vorbereitet. Dazu wurden an potenziellen „Militär-Transitrouten“ durch die österreichische Landesbefestigung zur "Raumverteidigung" unter anderem Bunker, Sperren und Stellungen ausgebaut. So auch am Wurzenpass. Wer weiß heute, dass der Raum Villach-Arnoldstein bis 1990 das Hauptangriffsziel der Ungarischen Volksarmee gewesen wäre – was Archive heute offen legen?

Österreichweit einmalig können seit 2005 die jahrzehntelang geheimen, weitläufigen Original-Bunkeranlagen und Stellungen im Bunkermuseum am Wurzenpass öffentlich besichtigt werden. Sie wurden zwischen 1960 und 1994 durch Baufirmen und Soldaten mit großem Aufwand angelegt.

In den letzten Jahren wurde das Museumsareal umfassend um- und ausgebaut: mittlerweile sind hier unter anderem alle fünf Typen von fix verbunkerten Panzertürmen, alle „ortsfesten“ Schartenwaffen vom überschweren Maschinengewehr bis zur 15,5 cm schweren Feldkanone „Long Tom“ sowie der einzige komplett eingebunkerte Kampfpanzer T34 des Bundesheeres zu sehen.

Das „Bunkermuseum Wurzenpass/Kärnten“ ist jedes Jahr von 09. Mai bis 26. Oktober jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet (Mai/Juni und September/Oktober: Mittwoch bis Sonntag; Juli/August ganztägig).

Initiator und Betreiber des privaten Museumsprojekts mit öffentlicher Unterstützung durch die EU, den Bund, das Land Kärnten und die Marktgemeinde Arnoldstein ist Mag. Andreas Scherer. Er war der letzte Kommandant jener 250 Milizsoldaten der "Sperrkompanie WURZEN", die hier auf 1.000 Meter Seehöhe im Krisenfall die Grenze gesichert und im Angriffsfall den Weg ins Tal nachhaltig verteidigt hätten. Im „Zivilberuf“ ist er als Miliz-Oberstleutnant seit Juni 2008 der Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit im Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport. Die Motivation für sein „teures Hobby“: „Im friedlich vereinten Europa von heute sollen wir auch morgen nicht vergessen, was gestern passieren hätte können – und was uns allen erspart geblieben ist!“

Im Rahmen des umfassenden Projekts wurden bereits 2008 am Fuße und am Pass der B109 an drei Stellen Kunstobjekte aus Panzerigeln auf Stahlpodesten aufgestellt. Von den beiden Krastal-Künstlern Mag. Michael Kos und Mag. Max Seibald konzipiert erinnern die „QUERFELD-Objekte“ mit ihren Aufschriften in Deutsch, Slowenisch und Italienisch an das Miteinander und Gegenüber in der Dreiländereck-Region A-SLO-I in der Zeit des „Kalten Krieges“.

Ab heuer neu sind auch Hinweisschilder an jenen fünf Stellen entlang der B109, an denen das Bundesheer mit vorbereiteten Sperren die Bundesstraße mit Stahlelementen in Versenkschächten quer über die Fahrbahn blockiert bzw. durch totale Absprengung in Sprengröhren nachhaltig gesperrt hätte.

Feste Anlage mit eingebautem  Panzerturm – Rückgrat der Panzerabwehr
Feste Anlage: Rückgrat der Panzerabwehr
General Spannocchi - Umsetzer der Raumverteidigungsdoktrin
General Spannocchi: Umsetzer der Raumverteidigungsdoktrin
Panzerigel – rasch verlegte und wirksame Sperren gegen Panzerbewegung
Panzerigel: rasch verlegte und wirksame Sperre
Sperrjäger – in Festen Anlagen und als Infanterie zur Außenverteidigung
Sperrjäger: in Festen Anlagen und zur Außenverteidigung