Am
09. Mai („Europatag“) öffneten sich
am Wurzenpass die Tore für die Saison
2009 im
Bunkermuseum. Bevor die ersten Besucher dieses Jahres
in das weitläufige Areal kommen konnten, gab
es eine Woche umfassender Vorbereitungsarbeiten.
Mitarbeiter des Heereslogistikzentrums Klagenfurt
haben die ausgestellten Kanonen und Panzertürme
saniert, während Mitglieder des Museums-Vereins „VESpa
WURZEN“ die Winterschäden beseitigt
und die Anlage mit Ergänzungsarbeiten wieder „flott
gemacht“ haben.
Die 2008
errichtete, große Schaubefestigungsanlage ist jetzt (so wie der Eternit Gruppenunterstand
samt Kampfdeckungen) mit einem Tarnaufstrich versehen.
Auf ihrem Dach wurde eine 2cm-Fliegerabwehrkanone
in
Stellung gebracht. In einer aufgesetzten Koje
sind nun auch zwei Granatwerfer und ein überschweres
Maschinengewehr zu sehen.
Über der eingebauten schweren
Feldkanone 15,5 cm "Long Tom" konnte ein originaler
Kran zum Rohrwechsel eingebaut werden. Er stammt
ursprünglich aus der ortsfesten Batterie Rutzing
in Oberösterreich.
Ein Bergepanzer des Bundesheeres brachte zwei
zusätzliche Panzerigel von einem Tiefladesystem
am Museumsparkplatz in das Bunkerareal.
Neu sind auch Hinweisschilder an jenen fünf
Stellen entlang der B109, an denen das Bundesheer
mit vorbereiteten Sperren die Bundesstraße
mit Stahlelementen in Versenkschächten quer über
die Fahrbahn blockiert bzw. durch totale Absprengung
in Sprengröhren nachhaltig gesperrt hätte.
Medial höchst wirksamer Auftakt war die Aufstellung
von einem historischen T34-Kampfpanzer und drei
Panzerigeln neben der Wurzenpass-Bundesstraße
B109. Sie stehen als Magnet an jener Stelle, wohin
die „Sperrkompanie WURZEN/73“ aus ihren
verbunkerten Panzerabwehrkanonen im Verteidigungsfall
das Feuer eröffnet hätte.
Die Berichterstattung
geht aber weiter: schon am ersten Besuchstag
2009 kam ein deutsches Kamerateam, um für den ARD/Bayerischer
Rundfunk eine Reportage zu drehen.
Seit 2005 können im Bunkermuseum am Wurzenpass
die jahrzehntelang geheimen, weitläufigen
Original-Bunkeranlagen und Stellungen öffentlich
besichtigt werden. Sie wurden zwischen 1960 und
1995 durch Baufirmen und Soldaten mit großem
Aufwand angelegt. In den letzten Jahren wurde das
Museumsareal umfassend um- und ausgebaut: mittlerweile
sind hier unter anderem alle fünf Typen von
fix verbunkerten Panzertürmen, alle „ortsfesten“ Schartenwaffen
vom überschweren Maschinengewehr bis zur 15,5
cm schweren Feldkanone „Long Tom“ sowie
der letzte komplett eingebunkert gewesene Kampfpanzer
T34 des Bundesheeres zu sehen.
Das „Bunkermuseum Wurzenpass/Kärnten“ ist
jedes Jahr vom 09. Mai (Europatag) bis zum 26.
Oktober (Nationalfeiertag) jeweils von 10:00 bis
18:00 Uhr geöffnet (Mai/Juni und September/Oktober:
Mittwoch bis Sonntag; Juli/August ganztägig).
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