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Attacke auf Bunkermuseum

Weitere Attacken auf Bunkermuseum:
Existenz bleibt gefährdet...!

"Für den Bundesminister" laufen seit 2010 unglaubliche Aktionen aus dem Darabos-BMLVS gegen das Bunkermuseum und gegen den Projektbetreiber...

Detail-Aspekte und -Informationen zur höchst komplexen Gesamtsituation:

Gesetzesänderung als Rettungschance für Bunkermuseum

 

Landesbefestigung / Sperrtruppe
am Wurzenpass/Kärnten
Museums-Idee: Ziel und Umsetzung
[TV-Kurzdoku Bayerischer Rundfunk]
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Idee und Ziel des Bunkermuseums: Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs werden alle ehemaligen Bunker und Sperren der Landesbefestigung Österreichs aus dem Kalten Krieg geschliffen und verkauft; mit ihnen gehen Objekte eines wichtigen Teils unserer jüngsten Zeitgeschichte und damit dieser Aspekt unserer Zeitgeschichte selbst verloren. Als Beispiel für alle anderen Anlagen aus dem Kalten Krieg und der Raumverteidigungsära sollten wenigsten am Wurzenpass die Bauten der ehemaligen Landesbefestigung mit ihren vorbereiteten Bunkern, Sperren und Kampfstellungen im Originalzustand erhalten bleiben. Mit zusätzlichen Schauobjekten und aufbereiteter Information ergänzt sollen sie im Rahmen des Bunkermuseums der breiten Öffentlichkeit als zeithistorisches Dokument zugänglich gemacht werden - und bleiben. Konkret sollten auch alle Waffensysteme, die zwischen 1955 und 2005 verbunkert waren und die bei der Sperrtruppe verwendet wurden, auf- und ausgestellt sein. Doch wie kam es zur Projektidee?

Das "Bunkermuseum Wurzenpass/Kärnten" ist im 11.400 m² großen Areal der ehemaligen Sperrstellung des Bundesheeres am Wurzenpass mit seinen sieben Bunkern im eingezäunten Kernareal, zahlreichen Kampfstellungen und weitläufigen, teils tunnelartigen Verbindungsgräben eingerichtet. Diese österreichweit größte zusammenhängende Verteidigungsanlage wurde im Kalten Krieg ab 1963 errichtet und bis 1995 immer weiter ausgebaut. Hier hätten die 250 Milizsoldaten der "Sperrkompanie WURZEN/73" im Rahmen der Raumverteidigungsdoktrin im Krisenfall die Staatsgrenze zum ehemaligen Jugoslawien sichern und im Verteidigungsfall einen Durchstoß von Angreifern aus dem Süden Richtung Villach/Arnoldstein möglichst lange verhindern sollen. 1968 (Niederschlagung des Prager Frühlings) und 1991 (Sicherungseinsatz während YU-Bürgerkrieg in Slowenien) war die Anlage im realen Einsatz besetzt.

Der Projektbetreiber war hier nach dem Beginn seiner Milizoffiziersausbildung als Einjährig Freiwilliger 1986/87 ab 01. Oktober 1987 selbst für den Einsatz vorgesehen. Zuerst als Kommandant einer Panzerabwehrkanonengruppe in Fester Anlage ("Bunker" W3), dann als Kommandant des I. Sperrzuges (= alle Kräfte und Anlagen im heutigen Museumsareal) und schließlich - bis zu ihrer Auflösung 1994 - als Kommandant der gesamten "Sperrkompanie WURZEN/73".

Das war auch sein persönlicher Hintergrund und seine Motivation für das Museumsprojekt. Begonnen hat alles mit einem zufälligen Gespräch im November 1999: er war damals an der Landesverteidigungsakademie in Wien der Leiter eines Ausbildungsganges für Informationsoffiziere, als sich einer seiner Kursteilnehmer als für den Rückbau der Landesbefestigung in Kärnten mitverantwortlicher Unteroffizier vorstellte. Auf die Frage, was denn mit den Anlagen am Wurzenpass passieren würde, wo der heutige Projektbetreiber ja früher der letzte Kommandant war, kam die Antwort: "Die verbunkerten Panzertürme werden ausgebaut und dann wird das Areal wohl verkauft werden".

Blitzartig war die „Projektidee Sperrtruppen- und Landesbefestigungsmuseum“ geboren… gedacht - getan... gleich noch einen Museumsverein gegründet und der Rest ist Bunkermuseumsgeschichte: zuerst hat der Projektbetreiber das Grundstück mit den Bunkeranlagen 2002 für das Museumsvorhaben gepachtet. Dann begann der umfassende, schrittweise Um- und Ausbau zum Museumsareal zwischen 2005 und 2010.

Von einem beachtlich breiten medialen Echo begleitet hat das einmalige Museum seit der Eröffnung am 26. August 2005 mehr als 22.500 BesucherInnen aus dem In- und Ausland begeistert. Das Unterrichtsministerium hat mit Bescheid BMUKK-22.600/0053-IV/1/2007 vom 31. März 2008 sogar amtlich festgestellt, dass das "Bunkermuseum Wurzenpass/Kärnten" von gesamtösterreichischer Bedeutung ist.

Neben allen privaten Ersparnissen und Einkünften des Projektbetreibers und großzügigen öffentlichen Subventionen und Sponsoren im Sinne der Projektidee kamen dabei (nach einer Unterstützungszusage des damaligen Generalstabschefs General Mag. Ertl im Jahre 2003) auch Soldaten und Zivilbedienstete des Bundesheeres auf Weisung des BMLV(S) im gemeinsamen Interesse zum Einsatz. Schließlich konnte der Projektbetreiber das Grundstück 2009 ankaufen. Das alles sorgte natürlich auch für Gerüchte...

 

Feste Anlage mit eingebautem  Panzerturm – Rückgrat der Panzerabwehr
Feste Anlage: Rückgrat der Panzerabwehr
General Spannocchi - Umsetzer der Raumverteidigungsdoktrin
General Spannocchi: Umsetzer der Raumverteidigungsdoktrin
Panzerigel – rasch verlegte und wirksame Sperren gegen Panzerbewegung
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Sperrjäger: in Festen Anlagen und zur Außenverteidigung