(45) Abwehrbereitschaft
ist der bei einer Truppe nach Abschluß der erforderlichen Vorbereitungen
gegebene Zustand, der sie zur erfolgreichen Abwehr von Angriffen befähigt.
Die erste Abwehrbereitschaft ist gegeben, wenn
- das Führungsverfahren abgeschlossen ist und alle eingesetzten Teile ihre
Kampf auf träge kennen,
- Kampfdeckungen für die eingesetzten ungepanzerten Truppen und deren schweren
Waffen errichtet sind oder gepanzerte Kräfte geeignete Geländeteile
bezogen haben,
- Panzerabwehr- und Unterstützungswaffen gefechtsbereit sind,
- Versorgungsmaßnahmen für die Erfüllung eines Erstauftrages
abgeschlossen sind,
- die Führungsverbindung, sowie die Verbindungen für die Beobachter
der Unterstützungswaffen errichtet sind,
- die Verbindung zu den Verbänden, bzw. Einheiten hergestellt sind.
(46) Abwehren
ist das zum Stehen bringen oder Abweisen feindlicher Angriffe im jeweils zugewiesenen
Verantwortungsbereich.
(54) Aktivierung von Sperren
ist das Herstellen der Wirksamkeit von Sperren.
Anmerkung;
Dies erfolgt unmittelbar oder im Wege einer oder mehrerer Sperrstufen (Sperrbereitschaftsgrade).
(122)
Auflaufen lassen
ist das Zuwarten mit der Feuereröffnung, um sich annähernden Feind
auf günstige Entfernung überraschend im wirkungsvollsten Feuer vernichten
zu können.
(153) Ausbau einer Stellung (Stellungsbau)
ist die technische Einrichtung einer Stellung durch bauliche Maßnahmen,
um die Truppe oder Waffen gegen Waffenwirkung, Sicht und Witterungseinflusse
zu schützen, die eigenen Beobachtungs- und Wirkungsmöglichkeiten
zu verbessern oder den Feind zu täuschen.
(154) Außenverteidigung
sind jene Teile der Sperrtruppe, die zum unmittelbaren Schutz von Festen Anlagen,
meist Kampfanlagen, eingesetzt sind und deren Ausschaltung durch infanteristische
Kräfte verhindern.
(186) Beleuchtungsplan
ist eine auf allen Ebenen im Rahmen des Führungsverfahrens festzulegende
Regelung für die Anforderung und Durchführung des Ausleuchtens des
Gefechtsfeldes.
(191) Beobachtungspunkt
ist ein, vor allem im Grenzraum festgelegter Geländepunkt, von dem aus
ein bestimmter Beobachtungsauftrag zum Zwecke einer bleibenden Aufklärung
im Grenzraum sowie zur Grenzraumüberwachung im Sicherungseinsatz erfüllt
werden kann.
(226) Blenden
ist der gezielte, zeitlich begrenzte Einsatz sichtbehindernder Mittel, vor
allem von künstlichem Nebel und Rauch, zur Ausschaltung feindlicher
Beobachtung und Waffenwirkung in einem bestimmten Raum.
(280) Einsatzplan
ist die Bezeichnung für die zusammengefaßte graphische Darstellung
des Einsatzes der Kräfte einer Führungsebene von der Einheit aufwärts,
die zumindest auf Erkundung und Festlegung der Stellung beruht. Die Grundlagen
für den Einsatzplan der Einheit bilden z.B. die Stellungsskizzen oder
Teileinheiten.
(283) Einsatzschußmeite
ist die, für den Einsatz einer direkt gerichteten Waffe festgelegte Entfernung,
bis zu der diese Waffe eine bestimmte Treffwahrscheinlichkeit und ausreichende
Wirkung im Ziel besitzt.
(291) Einschießen
ist das Ermitteln fehlender Schießgrundlagen für ein Wirkungsschießen
durch Feuer und dessen Korrektur.
Anmerkung:
Erfolgt durch Verlegen des Treffpunktes ins Ziel.
(310) Entscheidendes Gelände
ist jener Raum, dessen Beherrschung für die Kampfführung eines kleinen
Verbandes von so weitgehender Bedeutung ist, daß die Auftragserfüllung
davon wesentlich bestimmt wird.
(337) Feldbefestigungen
sind durch die Truppe oder mit Hilfskräften im Frieden oder im Einsatz
in Ortsbeton oder Fertigteilbauweise errichtete Kampf- und Schutzdeckungen.
(342)
Feldmäßige Sperren
sind ohne friedensmäßige Vorbereitung im Einsatz errichtete und
im Bedarfsfall zu aktivierende Sperren.
(543) Feldstellungen
sind von der Truppe mit feld- oder behelfsmäßigen Mitteln errichtete
Kampf- und Schutzdeckungen sowie
Verbindungsgräben (Kriech-, Lauf- und Kampfgräben).
(559) Feste Anlagen
sind in Ortsbeton oder in ständiger Bauweise errichtete, in einer baulichen
Einheit kombinierte, Kampf- und Schutzdeckungen für verschiedene Verwendungszwecke.
Es werden unterschieden:
- Kampfanlagen,
- Führungsanlagen,
- Schutzanlagen,
- Versorgungsanlagen,
- Übungsanlagen.
(560) FAn-Schutzmaßnahmen
ist die Bezeichnung für alle, sich aus den Besonderheiten des Kampfes
aus und um FAn ergebenden Schutzvorkehrungen, Schutzeinrichtungen, Schutzmaßnahmen
wie ABC-Schutz, Brandschutz und Erste Hilfe, die sich zur Vermeidung gesundheitlicher
Schäden aus den vorhersehbaren Gefahr nach ABC, Einsatz, CO-Entwicklung
nach Schießen sowie Bränden ergeben können.
(564) Feuerauftrag
ist die Anordnung eines Kommandanten an eine in der Regel mit Steilfeuer wirkende
Truppe zur Bekämpfung von Zielen.
(366) Feuerbefehl
ist eine schematische Anordnung, die unmittelbare Auslösung des Feuers
von Waffen oder Waffensystemen gegen ein bestimmte(s) Ziel(e) nach sich zieht.
Der Feuerbefehl regelt, soweit erforderlich, die Zielbezeichnung, den Munitionseinsatz
und den Zeitpunkt der Feuereröffnung.
(369) Feuerbereitschaft
ist eine Bereitschaftsstufe, die den Zustand einer Waffe (Feuereinheit) für
eine unverzügliche Feuereröffnung festlegt.
(372) Feuereröffnungslinie
ist jene Führungslinie, bei deren Überschreiten durch bestimmten
Feind im angewiesenen Feuerbereich das Feuer mit bestimmten Waffen ohne weiteren
Befehl selbstständig zu eröffnen ist.
(374) Feuerkommando
ist ein im Wortlaut festgelegter Teil eines Feuerbefehles zur unmittelbaren
Auslösung des Feuers. Das Feuerkommando kann auch ein Signal sein.
(377) Feuerplan
ist eine auf allen Ebenen im Rahmen des Führungsverfahrens festzulegende
Regelung für die Anforderung von Feuer und die Durchführung des Feuerkampfes.
Der Feuerplan wird im allgemeinen graphisch oder schriftlich, im Bedarfsfall
bei Einheiten der Kampftruppen auch mündlich festgelegt.
(378) Feuerschutz
ist die Überwachung sowie erforderliche Unterstützung einer Bewegung
sowie die Erhöhung des taktischen Sperrwertes einer Sperre durch Feuer.
(387) Flachfeuer
ist das Feuer einer direkt auf das Ziel gerichteten Waffe, bei dem die Flugbahn
des Geschosses im allgemeinen eine Scheitelhöhe von % der Entfernung
nicht überschreitet.
(444) Führungsanlagen
sind FAn zur Aufnahme von Stäben/GefStänden und/oder FM-Einrichtungen.
(483) Gefechtsbereitschaft
ist eine Bereitschaftstufe, die festlegt, innerhalb welcher Frist eine Waffe
und deren Bedienung in der Lage sein muß, den Kampf unverzüglich
aufzunehmen.
Anmerkung;
Die Gefechtsbereitschaft beinhaltet nicht die Feuerbereitschaft.
(508) Geländeverstärkunq
umfaßt alle Maßnahmen im Gelände, um vor allem in der Verteidigung
durch Stellungsausbau und Errichtung von Sperren die feindliche Waffenwirkung
zu vermindern, die Bewegungsmöglichkeiten des Feindes einzuengen sowie
die eigene Kampfkraft zu erhöhen.
(523) Grenzraumüberwachung
ist ein festgelegtes Verfahren im Rahmen des Sicherungseinsatzes zur Überwachung
wichtiger Grenzübergänge und des Zwischengeländes an der Staatsgrenze
sowie zur Aufrechterhaltung der Ordnung im Grenzraum.
(527) Grundauftraq
ist die Festlegung des vom Zonenauftrag abgeleiteten Einsatzes der jeweils
vorhandenen raumgebundenen Truppen einer Zone im Hinblick auf deren grundsätzliche,
räumliche und auftragsbezogene Verwendung.
(539) Hauptschußrichtung
ist jene befohlene Richtung, in die eine oder mehrere Waffen vorrangig zu wirken
haben oder einzurichten sind.
(549) Hindernisse
sind durch die Beschaffenheit des Geländes vorhandene oder durch Maßnahmen
herbeigeführte Gegebenheiten, welche die Bewegungen des Feindes erschweren,
verzögern, einengen oder in bestimmte Richtungen lenken (natürliche
Hindernisse und Sperren).
(585) Kampfanlagen
sind FAn für den Kampf mit ortsfest eingebauten Waffen.
Es werden unterschieden:
- PzAbwehranlagen
- ArtAnlagen
- FlAbwehranlagen, u.a. (592) Kampf in einer Schlüsselzone
ist ein Kampfverfahren mit dem Zweck, in einem festgelegten Raum (SchlüsselZo)
vorwiegend durch tiefgestaffelte Verteidigung und Gegenangriff die angreifenden
Feindkräfte zu vernichten, Bewegungen weitgehend zu behindern und dem
Feind das Durchstoßen der SchlüsselZo möglichst lange zu verwehren.
(594)
Kampfdeckungen
sind mit feld- oder behelfsmäßigen Mitteln, auch unter Verwendung
vorgefertigter Bauelemente (Feldstellungen) sowie in Ortsbeton oder mit Fertigteilen
(Feldbefestigungen) errichtete Bauten (Anlagen), aus denen der Feuerkampf einzelner
Soldaten (Trupps) oder mit sWaffen geführt wird und die gleichzeitig dem
Schutz dienen.
(597) Kampfführung
ist die Bezeichnung für den, für die eigene Truppe beabsichtigten
Ablauf des Kampfes.
Anmerkung;
Die Kampfführung wird u.a. im Kampfplan oder Plan der Durchführung
näher festgelegt und je nach Führungsebene in den Gefechtsbefehl
aufgenommen.
(605) Kampfplan
ist die Bezeichnung des Planes der Durchführung auf Ebene der Teileinheit
und darunter.
(616) Kampf um Sp
ist eine Kampfform vor allem für die JaKKrfte, die bezweckt, einen Feindvorstoß an
sperrgünstigen Geländeabschnitten durch vorbereitete oder feldmäßige
Sp und Feuer zu verlangsamen und/oder den Feind im Stauraum durch Angriffe
aus der Flanke und den Rücken abzunützen.
(804) Mil Sonderbauten
sind Anlagen des militärischen Bauwesens, wie militärische Befestigungsanlagen,
insbesondere FAn und verbunkerte Führungs- und FM-Einrichtungen, Sp, Anlagen
für Zwecke der Luftraumüberwachung, Schieß- und Übungsplätze
und Lager für Versorgungsgüter.
(829) Minenplan
ist die Aufzeichnung aller Detailaufgaben für jeweils eine geplante, vorbereitete
oder ausgeführte MiSp.
Anmerkung:
Minenpläne sind anzulegen bei allen MiSp, sonstigen Sp, in denen zusätzlich
Minen oder Sprengfallen vorgesehen sind oder verlegt werden sowie bei ScheinMiSp,
wenn zur Erhöhung ihrer Wirkung einzelne scharfe Mi oder Sprengfallen
verlegt bzw. eingebaut werden.
(855) MunErstausstattung/FAn
ist die je Waffe für FAn bestimmte MunMenge, die in der Regel die Erfüllung
des Kampfauftrages unabhängig von einem weiterem MunNachschub gewährleisten
soll. Sie wird in der FAn gelagert.
Anmerkung:
ist dies aus sicherheitstechnischen Gründen nicht bzw. nur für einen
Teil der FAn durchführbar, wird durch friedensmäßige Vorplanung
die rasche Zuführung der Ausstattung bzw. deren Auffüllung sichergestellt.
(880) Nahsicherunq
ist die unmittelbare Sicherung einer Truppe, eines Lagers, eines Gefechtsstandes
oder einer sonstigen militärischen Einrichtung gegen Überraschungen
durch den Feind.
(918) Ortsfest
ist die Bezeichnung für eine Einrichtung und/oder Anlage deren Verlegung
auch im Ernstfall in einem angemessenen Zeitraum und ohne Kapazitätsverlust
nicht möglich ist.
(923) PzAbwehrnest
ist die Stellung aus der PAWaffen in GrpStärke kämpfen. Es kann Teil
einer schachbrettartigen oder durchlaufenden, eines Stützpunktes öder
eines Widerstandsnestes sein.
(937) PzNahbekämpfungsmittel
sind:
- leichte PAR
- PzMi
- BrHGr
- Brandflaschen
sowie improvisiert hergestellte Kampfmittel.
(979) Raumgebundene Landwehr
sind jene Truppen, die in Ihrem friedensmäßigen zugewiesenen Einsatzraum
gem. Grundauftrag verwendet werden und vor allem SpTrpen und leicht LWBaone
sowie die Kommandanten von LWRegimentern (als ZoKden) einschl. ihrer Führungs-
und bestimmter Unterstützungstruppen umfassen.
(1028) Scheinanlagen
sind vollständige oder teilweise Nachbauten und Darstellungen zum Vortäuschen
von Anlagen, Material und Einrichtungen.
(1035) Schlüsselraum
ist eine Form der Verteidigung, bei der die Verteidigungskräfte meist
ohne räumlichen Zusammenhang mit benachbarten Kräften eingesetzt
sind, und vor allem mechanisierte Feindangriffe entlang von leistungsfähigen
Bewegungslinien oder -streifen zu verhindern, Feindkräfte zu binden und
zu vernichten.
Anmerkung:
Schlüsselräume umfassen die Stellungsräume der Verteidigungskräfte
und das taktisch dazugehörende Angelände. Sie werden sowohl in Schlüssel-
als auch RSZ nach den Grundsätzen des Kampfes der verbundenen Waffen nachhaltig
verteidigt und sind von vornherein für den Kampf in der Einschließung
vorbereitet.
(1039) Schutz
ist eine Kampfform, die von Truppen auch unter Einbeziehung techn. Mittel zur
Verhinderung einer überraschenden Inbesitznahme von Räumen und
Objekten sowie zur Hintanhaltung von Störungen bestimmter Einrichtungen
durch FdKrfte durchgeführt wird.
Anmerkung;
"Schutz" erstreckt sich ausschließlich auf Räume (z.B. luftlandegefährdete
Räume) oder Objekte (z.B. militärisch wichtige zivile Betriebsobjekte,
infrastrukturelle Einrichtungen im rückwärtigen Gebiet, Gefechtsstände
etc.), unabhängig davon, ob diese rein technisch oder auch personell betrieben
werden.
(1040) Schutzanlagen
sind FAn, die vor allem dem Schutz vor Waffenwirkung und Witterungseinflüssen
dienen.
Anmerkung:
Schutzanlagen werden meist für Teileinheiten errichtet.
(1041) Schutzdeckungen
sind mit feld- oder behelfsmäßigen Mitteln, auch unter Verwendung
vorgefertigter Bauelemente (Feldstellungen) sowie in Ortsbeton oder mit Fertigteil
(Feldbefestigungen) errichtete Bauten (Anlagen) zum Schutz vor Waffenwirkung
und Witterungseinflüssen.
Anmerkung;
Schutzdeckungen (Unterstände) werden im allgemeinen für Gruppen und
Halbzüge errichtet.
(1044) Schutzobjekt
ist die Bezeichnung für die Errichtung, die durch militärische Kräfte
geschützt wird.
(1045) Schutzstellung
ist die Bezeichnung für ein Stellungssystem größerer Ausdehnung
und geringer Tiefe, das den überraschenden, militärischen Zugriff
auf einen Ballungsraum verhindern soll.
(1062) Sicherungseinsatz
ist ein Kampf verfahren, das mit dem Ziel
- der Wahrung der Gebietsicherheit an der Staatsgrenze und gegebenen falls
deren Wiederherstellung oder
- des Schutzes von Räumen und Objekten in der Tiefe gegen Bedrohung durch
subversive Kräfte, Terror sowie Luftlande- und KdoStreitkräfte
angewendet wird. Darüber hinaus kann dieses Kampfverfahren zur Demonstration
des Abwehrwillens und Stärkung des Sicherheitsgefühles der Bevölkerung
zur Anwendung gebracht werden.
(1075) Sperre
ist ein künstliches Hindernis, das nicht ohne besondere technische Hilfsmittel
zu überwinden ist und meist durch Feuer überwacht wird, um feindliche
Bewegungen
- zu erschweren
- zum Stehen zu bringen, oder
- in bestimmte Richtung zu lenken.
(1076) Sperren
ist das Verhindern oder Erschweren eines feindlichen Vorgehens an einer Bewegungslinie
oder in einem Bewegungsstreifen vorwiegend durch techn. Maßnahmen und
Feuer bei nur geringem eigenen Kräfteeinsatz.
(1082) Sperrstellung
ist eine Form der Verteidigung, vor allem von SpTrpen, bei der die Kräfte
nur mit geringer Tiefe und meist
ohne räumlichen Zusammenhang mit benachbarten Kräften unter Ausnützung
von Sperren eingesetzt sind, um das Vorgehen mechanisierter FdKrfte in einem
bestimmten Bewegungsstreifen zumindest für kurze Zeit abzuwehren.
Anmerkung;
SpStIgen werden häufig in die Verteidigung anderer Kräfte eingegliedert,
um für sich oder im Zusammenwirken mit anderen Kräften einen Abwehrerfolg
zu erzielen,
(1084) Sperrtruppen
ist die Bezeichnung für organisatorisch festgelegte, raumgebundene Verbände
und Einheiten der Infanterie, die den Kampf unter Abstützung auf ständige
Befestigungen führen.
(1086) Sperrung
ist die Bezeichnung für die Gesamtheit der Maßnahmen, die einen
bestimmten Geländeteil durch künstliche Hindernisse und die Wirkung
von Flachfeuer bzw. Steilfeuersperren.
(1087) Sperrungsplan
ist die zusammenfassende Übersicht aller getroffenen und vorbereiteten
Maßnahmen der Sperrung in Abstimmung mit dem PzAbwehr- und Feuerplan.
(1088)
Sperrwert
ist die Zeit, welche der Feind voraussichtlich benötigt, um ein Hindernis
zu überwinden oder eine Sperre zu räumen.
(1105) Ständige Befestigungen
ist die Bezeichnung für ein vorbereitetes Verteidigungssystem aus Festen
Anlagen und Sperren, die durch Feldbefestigungen und Feldstellungen ergänzt
und durch SpTrpen verteidigt werden.
(1109) Stauraum
ist jenes Gelände vor SpStIgen oder Sperren, in dem durch Verlangsamung
oder kurzfristigen Stillstand fdl Bewegungen der Ansatz von JaKKrften gegen
Flanke und Rücken ermöglicht wird.
(1114) Stellungsform
ist die Bezeichnung für die vom Gelände oder der Breite der zugewiesenen
Gefechtsstreifen abhängige Form einer Stellung. Es werden unterschieden:
- die schachbrettartige Stellung
- die durchlaufende Stellung
- der Stützpunkt
- Widerstandsnest
(1115) Stellungsraum
ist die allgemeine Bezeichnung für einen festgelegten Raum, in welchem
Kräfte zur Verteidigung oder zum Sperren eingesetzt sind.
(1116) Stellungsskizze
ist die graphische Darstellung des Einsatzes von Waffen, Teileinheiten, Gruppen
und Trupps (incl. Wechsel- und Ergänzungsstellungen) sowie von Sperren
auf einer Gelände- bzw. Grundrißskizze.
(1151) Technischer Sperrwert
wird durch die Zeit ausgedrückt, die der Feind voraussichtlich benötigen
wird, um eine Sperre techn. zu überwinden oder passierbar zu machen.
Anmerkung:
Es wird zwischen geringem (Wirkung bis zu einer Stunde), mittlerem (Wirkung
eine bis zwölf Stunden) und großem (Wirkung mehr als zwölf
Stunden) technischen Sperrwert unterschieden.
(1296) Verteidigung aus Stellungen
ist eine Kampfform der Verteidigung, bei der die eingesetzte Truppe den Kampf
unter Abstützung auf ausgebaute Stellungen (FAn, Feldbefestigungen,
Feindstellungen, Sperren) führt. (1297) Verteidigung (taktischer Begriff)
ist eine Kampfart, durch die in einem festgelegten Raum feindliche Angriffe
abgewehrt und möglichst starke Teile des Feindes vernichtet werden.
(1308)
Verzögern
ist das Verlangsamen des Vordringens eines Feindes unter Erhaltung der
Kampfkraft der eigenen Truppe. (1316) Vorbereitete Sperren
sind bereits im Frieden vorbereitete Hindernisse, die bereits im Frieden die
Sperrstufe 2 (fallweise 3) aufweisen.
(1326) Wachtruppen
ist die Bezeichnung für organisatorisch festgelegte Verbände und
Einheiten der Infanterie, deren Aufgabenstellung vor allem den Schutz sowie
die Überwachung von Objekten, Einrichtungen und Räumen und die Bewachung
von Personen umfaßt.
Anmerkung:
Dazu zählen die Wach- und Wachsperrkompanien.
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