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Lexikon

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Landesbefestigung / Sperrtruppe
am Wurzenpass/Kärnten
Lexikon

"Am Beginn jeder Diskussion stehe die Klärung der Begriffe" (Clausewitz)

 

Schon der Begriff "Lexikon" hat viele verschiedene Bedeutungen. Zumindest ist es ein alphabetisch geordnetes Nachschlagewerk, in dem Begriffe, Sachen, Personen oder Ereignisse erläuternd dargestellt werden.

Unser Online-Lexikon startet seinen Betrieb im ursprünglichsten Sinne des Wortes als Nachschlagewerk für Wörter. Konkret: für militärische Begriffe, wie sie im österreichischen Bundesheer in der Ära der Raumverteidigung gemäß der umfassenden Dienstvorschrift "Militärische Begriffe (MiB)" verwendet wurden.

Der Arbeitsstab Sperrtruppe hat 1987 eine Auswahl getroffen und im Ausbildungsbehelf "MIB der Sperrtruppe" als Auszug abgedruckt. Diese Quelle soll hier - ganz im Sinne von Clausewitz - wie im Original online gestellt zur Klärung der Begriffe beitragen. Die Zahlen in Klammer geben jeweils die laufende Nummer des Begriffs (alphabetisch aufsteigend) in der Dienstvorschrift "MiB" wieder. Ein schrittweiser, weiterer Ausbau unseres Lexikons ist längerfristig geplant.


"Militärische Begriffe der Sperrtruppe" (Stand: 1987; Auswahl aus DVBH "MiB" )

 

(45) Abwehrbereitschaft
ist der bei einer Truppe nach Abschluß der erforderlichen Vorbereitungen gegebene Zustand, der sie zur erfolgreichen Abwehr von Angriffen befähigt. Die erste Abwehrbereitschaft ist gegeben, wenn
- das Führungsverfahren abgeschlossen ist und alle eingesetzten Teile ihre Kampf auf träge kennen,
- Kampfdeckungen für die eingesetzten ungepanzerten Truppen und deren schweren Waffen errichtet sind oder gepanzerte Kräfte geeignete Geländeteile bezogen haben,
- Panzerabwehr- und Unterstützungswaffen gefechtsbereit sind,
- Versorgungsmaßnahmen für die Erfüllung eines Erstauftrages abgeschlossen sind,
- die Führungsverbindung, sowie die Verbindungen für die Beobachter der Unterstützungswaffen errichtet sind,
- die Verbindung zu den Verbänden, bzw. Einheiten hergestellt sind.

(46) Abwehren
ist das zum Stehen bringen oder Abweisen feindlicher Angriffe im jeweils zugewiesenen Verantwortungsbereich.

(54) Aktivierung von Sperren
ist das Herstellen der Wirksamkeit von Sperren.
Anmerkung;
Dies erfolgt unmittelbar oder im Wege einer oder mehrerer Sperrstufen (Sperrbereitschaftsgrade).

(122) Auflaufen lassen
ist das Zuwarten mit der Feuereröffnung, um sich annähernden Feind auf günstige Entfernung überraschend im wirkungsvollsten Feuer vernichten zu können.

(153) Ausbau einer Stellung (Stellungsbau)
ist die technische Einrichtung einer Stellung durch bauliche Maßnahmen, um die Truppe oder Waffen gegen Waffenwirkung, Sicht und Witterungseinflusse zu schützen, die eigenen Beobachtungs- und Wirkungsmöglichkeiten zu verbessern oder den Feind zu täuschen.

(154) Außenverteidigung
sind jene Teile der Sperrtruppe, die zum unmittelbaren Schutz von Festen Anlagen, meist Kampfanlagen, eingesetzt sind und deren Ausschaltung durch infanteristische Kräfte verhindern.

(186) Beleuchtungsplan
ist eine auf allen Ebenen im Rahmen des Führungsverfahrens festzulegende Regelung für die Anforderung und Durchführung des Ausleuchtens des Gefechtsfeldes.

(191) Beobachtungspunkt
ist ein, vor allem im Grenzraum festgelegter Geländepunkt, von dem aus ein bestimmter Beobachtungsauftrag zum Zwecke einer bleibenden Aufklärung im Grenzraum sowie zur Grenzraumüberwachung im Sicherungseinsatz erfüllt werden kann.

(226) Blenden
ist der gezielte, zeitlich begrenzte Einsatz sichtbehindernder Mittel, vor allem von künstlichem Nebel und Rauch, zur Ausschaltung feindlicher Beobachtung und Waffenwirkung in einem bestimmten Raum.

(280) Einsatzplan
ist die Bezeichnung für die zusammengefaßte graphische Darstellung des Einsatzes der Kräfte einer Führungsebene von der Einheit aufwärts, die zumindest auf Erkundung und Festlegung der Stellung beruht. Die Grundlagen für den Einsatzplan der Einheit bilden z.B. die Stellungsskizzen oder Teileinheiten.

(283) Einsatzschußmeite
ist die, für den Einsatz einer direkt gerichteten Waffe festgelegte Entfernung, bis zu der diese Waffe eine bestimmte Treffwahrscheinlichkeit und ausreichende Wirkung im Ziel besitzt.

(291) Einschießen
ist das Ermitteln fehlender Schießgrundlagen für ein Wirkungsschießen durch Feuer und dessen Korrektur.
Anmerkung:
Erfolgt durch Verlegen des Treffpunktes ins Ziel.

(310) Entscheidendes Gelände
ist jener Raum, dessen Beherrschung für die Kampfführung eines kleinen Verbandes von so weitgehender Bedeutung ist, daß die Auftragserfüllung davon wesentlich bestimmt wird.

(337) Feldbefestigungen
sind durch die Truppe oder mit Hilfskräften im Frieden oder im Einsatz in Ortsbeton oder Fertigteilbauweise errichtete Kampf- und Schutzdeckungen.

(342) Feldmäßige Sperren
sind ohne friedensmäßige Vorbereitung im Einsatz errichtete und im Bedarfsfall zu aktivierende Sperren.

(543) Feldstellungen
sind von der Truppe mit feld- oder behelfsmäßigen Mitteln errichtete Kampf- und Schutzdeckungen sowie Verbindungsgräben (Kriech-, Lauf- und Kampfgräben).

(559) Feste Anlagen
sind in Ortsbeton oder in ständiger Bauweise errichtete, in einer baulichen Einheit kombinierte, Kampf- und Schutzdeckungen für verschiedene Verwendungszwecke. Es werden unterschieden:
- Kampfanlagen,
- Führungsanlagen,
- Schutzanlagen,
- Versorgungsanlagen,
- Übungsanlagen.

(560) FAn-Schutzmaßnahmen
ist die Bezeichnung für alle, sich aus den Besonderheiten des Kampfes aus und um FAn ergebenden Schutzvorkehrungen, Schutzeinrichtungen, Schutzmaßnahmen wie ABC-Schutz, Brandschutz und Erste Hilfe, die sich zur Vermeidung gesundheitlicher Schäden aus den vorhersehbaren Gefahr nach ABC, Einsatz, CO-Entwicklung nach Schießen sowie Bränden ergeben können.

(564) Feuerauftrag
ist die Anordnung eines Kommandanten an eine in der Regel mit Steilfeuer wirkende Truppe zur Bekämpfung von Zielen.

(366) Feuerbefehl
ist eine schematische Anordnung, die unmittelbare Auslösung des Feuers von Waffen oder Waffensystemen gegen ein bestimmte(s) Ziel(e) nach sich zieht. Der Feuerbefehl regelt, soweit erforderlich, die Zielbezeichnung, den Munitionseinsatz und den Zeitpunkt der Feuereröffnung.

(369) Feuerbereitschaft
ist eine Bereitschaftsstufe, die den Zustand einer Waffe (Feuereinheit) für eine unverzügliche Feuereröffnung festlegt.

(372) Feuereröffnungslinie
ist jene Führungslinie, bei deren Überschreiten durch bestimmten Feind im angewiesenen Feuerbereich das Feuer mit bestimmten Waffen ohne weiteren Befehl selbstständig zu eröffnen ist.

(374) Feuerkommando
ist ein im Wortlaut festgelegter Teil eines Feuerbefehles zur unmittelbaren Auslösung des Feuers. Das Feuerkommando kann auch ein Signal sein.

(377) Feuerplan
ist eine auf allen Ebenen im Rahmen des Führungsverfahrens festzulegende Regelung für die Anforderung von Feuer und die Durchführung des Feuerkampfes. Der Feuerplan wird im allgemeinen graphisch oder schriftlich, im Bedarfsfall bei Einheiten der Kampftruppen auch mündlich festgelegt.

(378) Feuerschutz
ist die Überwachung sowie erforderliche Unterstützung einer Bewegung sowie die Erhöhung des taktischen Sperrwertes einer Sperre durch Feuer.

(387) Flachfeuer
ist das Feuer einer direkt auf das Ziel gerichteten Waffe, bei dem die Flugbahn des Geschosses im allgemeinen eine Scheitelhöhe von % der Entfernung nicht überschreitet.

(444) Führungsanlagen
sind FAn zur Aufnahme von Stäben/GefStänden und/oder FM-Einrichtungen.

(483) Gefechtsbereitschaft
ist eine Bereitschaftstufe, die festlegt, innerhalb welcher Frist eine Waffe und deren Bedienung in der Lage sein muß, den Kampf unverzüglich aufzunehmen.
Anmerkung;
Die Gefechtsbereitschaft beinhaltet nicht die Feuerbereitschaft.

(508) Geländeverstärkunq
umfaßt alle Maßnahmen im Gelände, um vor allem in der Verteidigung durch Stellungsausbau und Errichtung von Sperren die feindliche Waffenwirkung zu vermindern, die Bewegungsmöglichkeiten des Feindes einzuengen sowie die eigene Kampfkraft zu erhöhen.

(523) Grenzraumüberwachung
ist ein festgelegtes Verfahren im Rahmen des Sicherungseinsatzes zur Überwachung wichtiger Grenzübergänge und des Zwischengeländes an der Staatsgrenze sowie zur Aufrechterhaltung der Ordnung im Grenzraum.

(527) Grundauftraq
ist die Festlegung des vom Zonenauftrag abgeleiteten Einsatzes der jeweils vorhandenen raumgebundenen Truppen einer Zone im Hinblick auf deren grundsätzliche, räumliche und auftragsbezogene Verwendung.

(539) Hauptschußrichtung
ist jene befohlene Richtung, in die eine oder mehrere Waffen vorrangig zu wirken haben oder einzurichten sind.

(549) Hindernisse
sind durch die Beschaffenheit des Geländes vorhandene oder durch Maßnahmen herbeigeführte Gegebenheiten, welche die Bewegungen des Feindes erschweren, verzögern, einengen oder in bestimmte Richtungen lenken (natürliche Hindernisse und Sperren).

(585) Kampfanlagen
sind FAn für den Kampf mit ortsfest eingebauten Waffen.
Es werden unterschieden:
- PzAbwehranlagen
- ArtAnlagen
- FlAbwehranlagen, u.a.

(592) Kampf in einer Schlüsselzone
ist ein Kampfverfahren mit dem Zweck, in einem festgelegten Raum (SchlüsselZo) vorwiegend durch tiefgestaffelte Verteidigung und Gegenangriff die angreifenden Feindkräfte zu vernichten, Bewegungen weitgehend zu behindern und dem Feind das Durchstoßen der SchlüsselZo möglichst lange zu verwehren.

(594) Kampfdeckungen
sind mit feld- oder behelfsmäßigen Mitteln, auch unter Verwendung vorgefertigter Bauelemente (Feldstellungen) sowie in Ortsbeton oder mit Fertigteilen (Feldbefestigungen) errichtete Bauten (Anlagen), aus denen der Feuerkampf einzelner Soldaten (Trupps) oder mit sWaffen geführt wird und die gleichzeitig dem Schutz dienen.

(597) Kampfführung
ist die Bezeichnung für den, für die eigene Truppe beabsichtigten Ablauf des Kampfes.
Anmerkung;
Die Kampfführung wird u.a. im Kampfplan oder Plan der Durchführung näher festgelegt und je nach Führungsebene in den Gefechtsbefehl aufgenommen.

(605) Kampfplan
ist die Bezeichnung des Planes der Durchführung auf Ebene der Teileinheit und darunter.

(616) Kampf um Sp
ist eine Kampfform vor allem für die JaKKrfte, die bezweckt, einen Feindvorstoß an sperrgünstigen Geländeabschnitten durch vorbereitete oder feldmäßige Sp und Feuer zu verlangsamen und/oder den Feind im Stauraum durch Angriffe aus der Flanke und den Rücken abzunützen.

(804) Mil Sonderbauten
sind Anlagen des militärischen Bauwesens, wie militärische Befestigungsanlagen, insbesondere FAn und verbunkerte Führungs- und FM-Einrichtungen, Sp, Anlagen für Zwecke der Luftraumüberwachung, Schieß- und Übungsplätze und Lager für Versorgungsgüter.

(829) Minenplan
ist die Aufzeichnung aller Detailaufgaben für jeweils eine geplante, vorbereitete oder ausgeführte MiSp.
Anmerkung:
Minenpläne sind anzulegen bei allen MiSp, sonstigen Sp, in denen zusätzlich Minen oder Sprengfallen vorgesehen sind oder verlegt werden sowie bei ScheinMiSp, wenn zur Erhöhung ihrer Wirkung einzelne scharfe Mi oder Sprengfallen verlegt bzw. eingebaut werden.

(855) MunErstausstattung/FAn
ist die je Waffe für FAn bestimmte MunMenge, die in der Regel die Erfüllung des Kampfauftrages unabhängig von einem weiterem MunNachschub gewährleisten soll. Sie wird in der FAn gelagert.
Anmerkung:
ist dies aus sicherheitstechnischen Gründen nicht bzw. nur für einen Teil der FAn durchführbar, wird durch friedensmäßige Vorplanung die rasche Zuführung der Ausstattung bzw. deren Auffüllung sichergestellt.

(880) Nahsicherunq
ist die unmittelbare Sicherung einer Truppe, eines Lagers, eines Gefechtsstandes oder einer sonstigen militärischen Einrichtung gegen Überraschungen durch den Feind.

(918) Ortsfest
ist die Bezeichnung für eine Einrichtung und/oder Anlage deren Verlegung auch im Ernstfall in einem angemessenen Zeitraum und ohne Kapazitätsverlust nicht möglich ist.

(923) PzAbwehrnest
ist die Stellung aus der PAWaffen in GrpStärke kämpfen. Es kann Teil einer schachbrettartigen oder durchlaufenden, eines Stützpunktes öder eines Widerstandsnestes sein.

(937) PzNahbekämpfungsmittel
sind:
- leichte PAR
- PzMi
- BrHGr
- Brandflaschen
sowie improvisiert hergestellte Kampfmittel.

(979) Raumgebundene Landwehr
sind jene Truppen, die in Ihrem friedensmäßigen zugewiesenen Einsatzraum gem. Grundauftrag verwendet werden und vor allem SpTrpen und leicht LWBaone sowie die Kommandanten von LWRegimentern (als ZoKden) einschl. ihrer Führungs- und bestimmter Unterstützungstruppen umfassen.

(1028) Scheinanlagen
sind vollständige oder teilweise Nachbauten und Darstellungen zum Vortäuschen von Anlagen, Material und Einrichtungen.

(1035) Schlüsselraum
ist eine Form der Verteidigung, bei der die Verteidigungskräfte meist ohne räumlichen Zusammenhang mit benachbarten Kräften eingesetzt sind, und vor allem mechanisierte Feindangriffe entlang von leistungsfähigen Bewegungslinien oder -streifen zu verhindern, Feindkräfte zu binden und zu vernichten.
Anmerkung:
Schlüsselräume umfassen die Stellungsräume der Verteidigungskräfte und das taktisch dazugehörende Angelände. Sie werden sowohl in Schlüssel- als auch RSZ nach den Grundsätzen des Kampfes der verbundenen Waffen nachhaltig verteidigt und sind von vornherein für den Kampf in der Einschließung vorbereitet.

(1039) Schutz
ist eine Kampfform, die von Truppen auch unter Einbeziehung techn. Mittel zur Verhinderung einer überraschenden Inbesitznahme von Räumen und Objekten sowie zur Hintanhaltung von Störungen bestimmter Einrichtungen durch FdKrfte durchgeführt wird.
Anmerkung;
"Schutz" erstreckt sich ausschließlich auf Räume (z.B. luftlandegefährdete Räume) oder Objekte (z.B. militärisch wichtige zivile Betriebsobjekte, infrastrukturelle Einrichtungen im rückwärtigen Gebiet, Gefechtsstände etc.), unabhängig davon, ob diese rein technisch oder auch personell betrieben werden.

(1040) Schutzanlagen
sind FAn, die vor allem dem Schutz vor Waffenwirkung und Witterungseinflüssen dienen.
Anmerkung:
Schutzanlagen werden meist für Teileinheiten errichtet.

(1041) Schutzdeckungen
sind mit feld- oder behelfsmäßigen Mitteln, auch unter Verwendung vorgefertigter Bauelemente (Feldstellungen) sowie in Ortsbeton oder mit Fertigteil (Feldbefestigungen) errichtete Bauten (Anlagen) zum Schutz vor Waffenwirkung und Witterungseinflüssen.
Anmerkung;
Schutzdeckungen (Unterstände) werden im allgemeinen für Gruppen und Halbzüge errichtet.

(1044) Schutzobjekt
ist die Bezeichnung für die Errichtung, die durch militärische Kräfte geschützt wird.

(1045) Schutzstellung
ist die Bezeichnung für ein Stellungssystem größerer Ausdehnung und geringer Tiefe, das den überraschenden, militärischen Zugriff auf einen Ballungsraum verhindern soll.

(1062) Sicherungseinsatz
ist ein Kampf verfahren, das mit dem Ziel
- der Wahrung der Gebietsicherheit an der Staatsgrenze und gegebenen falls deren Wiederherstellung oder
- des Schutzes von Räumen und Objekten in der Tiefe gegen Bedrohung durch subversive Kräfte, Terror sowie Luftlande- und KdoStreitkräfte
angewendet wird. Darüber hinaus kann dieses Kampfverfahren zur Demonstration des Abwehrwillens und Stärkung des Sicherheitsgefühles der Bevölkerung zur Anwendung gebracht werden.

(1075) Sperre
ist ein künstliches Hindernis, das nicht ohne besondere technische Hilfsmittel zu überwinden ist und meist durch Feuer überwacht wird, um feindliche Bewegungen
- zu erschweren
- zum Stehen zu bringen, oder
- in bestimmte Richtung zu lenken.

(1076) Sperren
ist das Verhindern oder Erschweren eines feindlichen Vorgehens an einer Bewegungslinie oder in einem Bewegungsstreifen vorwiegend durch techn. Maßnahmen und Feuer bei nur geringem eigenen Kräfteeinsatz.

(1082) Sperrstellung
ist eine Form der Verteidigung, vor allem von SpTrpen, bei der die Kräfte nur mit geringer Tiefe und meist ohne räumlichen Zusammenhang mit benachbarten Kräften unter Ausnützung von Sperren eingesetzt sind, um das Vorgehen mechanisierter FdKrfte in einem bestimmten Bewegungsstreifen zumindest für kurze Zeit abzuwehren.
Anmerkung;
SpStIgen werden häufig in die Verteidigung anderer Kräfte eingegliedert, um für sich oder im Zusammenwirken mit anderen Kräften einen Abwehrerfolg zu erzielen,

(1084) Sperrtruppen
ist die Bezeichnung für organisatorisch festgelegte, raumgebundene Verbände und Einheiten der Infanterie, die den Kampf unter Abstützung auf ständige Befestigungen führen.

(1086) Sperrung
ist die Bezeichnung für die Gesamtheit der Maßnahmen, die einen bestimmten Geländeteil durch künstliche Hindernisse und die Wirkung von Flachfeuer bzw. Steilfeuersperren.

(1087) Sperrungsplan
ist die zusammenfassende Übersicht aller getroffenen und vorbereiteten Maßnahmen der Sperrung in Abstimmung mit dem PzAbwehr- und Feuerplan.

(1088) Sperrwert
ist die Zeit, welche der Feind voraussichtlich benötigt, um ein Hindernis zu überwinden oder eine Sperre zu räumen.

(1105) Ständige Befestigungen
ist die Bezeichnung für ein vorbereitetes Verteidigungssystem aus Festen Anlagen und Sperren, die durch Feldbefestigungen und Feldstellungen ergänzt und durch SpTrpen verteidigt werden.

(1109) Stauraum
ist jenes Gelände vor SpStIgen oder Sperren, in dem durch Verlangsamung oder kurzfristigen Stillstand fdl Bewegungen der Ansatz von JaKKrften gegen Flanke und Rücken ermöglicht wird.

(1114) Stellungsform
ist die Bezeichnung für die vom Gelände oder der Breite der zugewiesenen Gefechtsstreifen abhängige Form einer Stellung. Es werden unterschieden:
- die schachbrettartige Stellung
- die durchlaufende Stellung
- der Stützpunkt
- Widerstandsnest

(1115) Stellungsraum
ist die allgemeine Bezeichnung für einen festgelegten Raum, in welchem Kräfte zur Verteidigung oder zum Sperren eingesetzt sind.

(1116) Stellungsskizze
ist die graphische Darstellung des Einsatzes von Waffen, Teileinheiten, Gruppen und Trupps (incl. Wechsel- und Ergänzungsstellungen) sowie von Sperren auf einer Gelände- bzw. Grundrißskizze.

(1151) Technischer Sperrwert
wird durch die Zeit ausgedrückt, die der Feind voraussichtlich benötigen wird, um eine Sperre techn. zu überwinden oder passierbar zu machen.
Anmerkung:
Es wird zwischen geringem (Wirkung bis zu einer Stunde), mittlerem (Wirkung eine bis zwölf Stunden) und großem (Wirkung mehr als zwölf Stunden) technischen Sperrwert unterschieden.

(1296) Verteidigung aus Stellungen
ist eine Kampfform der Verteidigung, bei der die eingesetzte Truppe den Kampf unter Abstützung auf ausgebaute Stellungen (FAn, Feldbefestigungen, Feindstellungen, Sperren) führt.

(1297) Verteidigung (taktischer Begriff)
ist eine Kampfart, durch die in einem festgelegten Raum feindliche Angriffe abgewehrt und möglichst starke Teile des Feindes vernichtet werden.

(1308) Verzögern
ist das Verlangsamen des Vordringens eines Feindes unter Erhaltung der Kampfkraft der eigenen Truppe.

(1316) Vorbereitete Sperren
sind bereits im Frieden vorbereitete Hindernisse, die bereits im Frieden die Sperrstufe 2 (fallweise 3) aufweisen.

(1326) Wachtruppen
ist die Bezeichnung für organisatorisch festgelegte Verbände und Einheiten der Infanterie, deren Aufgabenstellung vor allem den Schutz sowie die Überwachung von Objekten, Einrichtungen und Räumen und die Bewachung von Personen umfaßt.
Anmerkung:
Dazu zählen die Wach- und Wachsperrkompanien.

Feste Anlage mit eingebautem  Panzerturm – Rückgrat der Panzerabwehr
Feste Anlage: Rückgrat der Panzerabwehr
General Spannocchi - Umsetzer der Raumverteidigungsdoktrin
General Spannocchi: Umsetzer der Raumverteidigungsdoktrin
Panzerigel – rasch verlegte und wirksame Sperren gegen Panzerbewegung
Panzerigel: rasch verlegte und wirksame Sperre
Sperrjäger – in Festen Anlagen und als Infanterie zur Außenverteidigung
Sperrjäger: in Festen Anlagen und zur Außenverteidigung