Rekord-Saison
2011 beendet
Zwischen 08. Mai und 30. Oktober 2011 war das Bunkermuseum allen "Schikanen aus
Wien" zum
Trotz wie geplant geöffnet. In der (Rekord-)Saison
2011
kamen mit 9.572 mehr BesucherInnen denn je...
Kärntner
Landtag im Bunkermuseum
Am 14. Juli 2011 tagte der Landtagsausschuss zum vierten mal zur "Causa
Bunkermuseum":
vor Ort mit Lokalaugenschein...
Bunker(museum)
unter Attacke
"Für den Bundesminister" laufen
unglaubliche Aktionen aus dem Darabos-BMLVS gegen
das
Bunkermuseum und gegen den Projektbetreiber: das ist auch Thema der Sonderausstellung
2011...
Landesbefestigung und Sperrtruppe im Österreichischen Bundesheer der II. Republik (1955-2005) - Überblick
Landesbefestigung war auch im Österreichischen Bundesheer der II. Republik sehr lange ein wesentliches Element in den Planungen und konkreten Einsatzvorbereitungen zur militärischen Landesverteidigung.
Anfangs wurde nur bereits vorhandene Infrastruktur u.a. aus der Reichsschutzstellung des II. Weltkrieges „eingebunden“. Bereits mit der Ungarn-Krise im Herbst 1956 setzte ein Überdenken dieses Bereichs ein. Mit Schwergewicht in der Brucker Pforte begann die Herstellung von baulicher Infrastruktur, die im Einsatz auch mit Soldaten zu besetzen war.
Aus diesen infrastrukturellen und personell-organisatorischen Wurzeln sollte in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ein bundesweit flächendeckendes Netz von Kampf-, Schutz-, Führungs- und Versorgungseinrichtungen und friedensmäßig vorbereiteten Sperren des Bundesheeres samt eigenen Einheiten und Verbänden zur Bemannung entstehen. Neben der Wallmeisterorganisation wurde eine eigene Waffengattung – die Sperrtruppe – aufgestellt. Sie sollte schließlich auch eine eigene Waffenschule (u.a.) für die Fachaus- und Fortbildung des Kaders bekommen.
Ihrem Höhepunkt strebten die Landesbefestigung und Sperrtruppe in der Ära der Raumverteidigung beginnend mit Ende der 70er Jahre zu. Unzählige Mannstunden und beachtliche Geldmittel wurden in die Errichtung, in den Ausbau und in den Erhalt der baulichen Infrastruktur investiert. Zahlreiche Sperrzüge, -kompanien und -bataillone wurden in weiterer Folge – teils aus dem Grenzschutz gewachsen – in der Landwehr ausgebildet, formiert und in den so genannten Beorderten Waffenübungen in den jeweiligen Einsatzräumen immer wieder regelmäßig beübt.
Der Fall des Eisernen Vorhangs und der Wegfall der lange dominierenden Ost-West-Konfrontation mit ihren Durchmarschszenarien ab 1989 waren der Anfang vom Ende. Die Sperrtruppe wurde nach und nach bis zur völligen Auflösung verkleinert. Die Infrastruktur war und ist schwieriger abzubauen: seit Jahren wird – ebenfalls unter beträchtlichem Aufwand - Feste Anlage um Feste Anlage demilitarisiert und versteigert; Sperre um Sperre rückgebaut.
Die Einsatzeinheiten und –verbände, in denen am Höhepunkt der Sperrtruppe mehr als 33.000 Soldaten aus dem Präsenz- und Reservestand (später Miliz) gleichzeitig beordert und mobeingeteilt waren, existieren nicht mehr. Sie werden – ebenso wie ihre Infrastruktur der Landesbefestigung – mehr und mehr vergessen.
Ihre Geschichte soll das Forschungsprojekt – und dabei insbesondere die Dissertation - möglichst umfassend mit vielfältigen Aspekten nachzeichnen, dokumentieren und präsentieren. Es soll damit einen Beitrag leisten, diesen interessanten Teilbereich der jüngeren Geschichte davor zu vor bewahren, innerhalb und außerhalb des Bundesheeres völlig vergessen zu werden…
Feste Anlage: Rückgrat der Panzerabwehr
General Spannocchi: Umsetzer der Raumverteidigungsdoktrin
Panzerigel: rasch verlegte und wirksame Sperre
Sperrjäger: in Festen Anlagen und zur Außenverteidigung