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Österreichs Verteidigungspolitik > Bundesheer und Bevölkerung

Saison-Start 2012 am 09. Mai
Auch heuer hat das Bunkermuseum wieder wie geplant am "Europatag" 09. Mai seine Tore geöffnet. In der (Rekord-)Saison 2011 kamen mit 9.572 mehr BesucherInnen denn je ins Museum - in die "Inselvariante" als Zwischenlösung...

Bunkermuseum doch noch nicht gerettet: Gesetzesänderung wurde aus Darabos-Kabinett sabotiert
Funktionsunfähig gemachtes Kriegsmaterial hätte mit einer Gesetzesänderung – wie früher – wieder nur dekorativer Schrott sein sollen. Dazu kam gegen alle Absprachen ein Veto... Warum wohl? Dazu hier bald mehr!

Bunker(museum) bleibt weiter unter Attacke
"Für den Bundesminister" laufen seit 2010 weiter unglaubliche Aktionen aus dem Darabos-BMLVS gegen das Bunkermuseum und gegen den Projektbetreiber ...

Landesbefestigung / Sperrtruppe
am Wurzenpass/Kärnten
    Bundesheer und Bevölkerung
    Quelle: Broschüre „bereit für Österreich“ (Stand: 1984; Text und Abbildungen wie im Original)
   
Zum Vergrößern bitte anklicken!
Partnerschaftsfeier, Soldaten und zivile Lehrlinge bei gemein-samer Flaggenparade

Bereits mit den ersten einrückenden Wehrpflichtigen mußte das Bundesheer im Oktober 1956 anläßlich des bewaffneten Aufstandes in Ungarn zur Sicherung der österreichisch-ungarischen Staatsgrenze eingesetzt werden. In der Bewältigung von über 200.000 Flüchtlingen, viele davon bewaffnet, wurden erste Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den zivilen Organisationen und in der Hilfeleistung für die Bevölkerung gewonnen.

Seither hat das Bundesheer entsprechend seiner Aufgaben das Hauptaugenmerk auf die militärische Landesverteidigung gelegt, aber auch bei Entsendung von UN-Soldaten in Weltkrisengebiete sowie bei Unglücksfällen außergewöhnlichen Umfanges und auch bei alltäglichen Notfällen geholfen.

Im Rahmen dieser Hilfeleistungen wurden unzählige Lebensrettungsaktionen durchgeführt, wie Bergung von Lawinenopfern und Flugrettungen, nicht zuletzt auch ständige Blutspendeaktionen. Diese Hilfeleistungen umfassen u. a. auch Hochwassereinsätze, Beseitigungen von Vermurungen, Aufräumarbeiten nach Unwetterschäden und Lawinenabgängen, Bergung von umgestürzten Eisenbahnwaggons, Bekämpfung von Waldbränden, Bau von Straßen, Brücken und Dämmen, Minensucheinsätze und Sprengarbeiten.

Bei besonders großen Erdbebenschäden wurde aber auch im Ausland rasche Hilfe geleistet: Skopjie (1963), Friaul (1976), Titograd (1978) und Süditalien (1980).

Nicht zuletzt zählen zu den Hilfeleistungen auch Unterstützungen bei den Olympischen Winterspielen 1964 und 1976 und bei Skiweltcupveranstaltungen sowie der Transport von unersetzlichen Kunstschätzen.

Das weitgehend positive Verhältnis der Bevölkerung zum Bundesheer drückt sich nicht nur in einer zustimmenden Haltung von 87% der Bevölkerung aus, sondern auch in der besonderen Form der Partnerschaften, die zwischen bestimmten Truppen, Kommanden und zivilen Organisationen vereinbart werden.

Diese Partnerschaften beinhalten Beziehungen zu den Interessenvertretungen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Gewerkschaft und Industriellenvereinigung, verstaatlichter und privater Industrie, nationalen und internationalen Firmen in Österreich bis hin zu Bundesländern, Städten und Gemeinden, womit in einem weitgehenden Ausmaß offene Beziehungen zwischen dem Bundesheer und einem repräsentativen Teil Österreichs gepflegt werden. Ein Ausdruck der Integration Heer und Bevölkerung.

Den vielfältigen Hilfeleistungen durch das Bundesheer entsprechen ebenso vielfältige Unterstützungen durch die Bevölkerung. Sie finden Ausdruck in der Zusammenarbeit im Rahmen der "Umfassenden Landesverteidigung", in der auch vom Ausland stark beachteten Unterstützung der Manöver des Bundesheeres, dem großen Interesse der Bevölkerung bei öffentlichen Angelobungen und bei dem für die Schuljugend veranstalteten "Tag der Schule".

Im besonderen Maße zeigt sich diese Unterstützung auch in der Vorbereitung und Durchführung der politischen Bildung im Bundesheer, ein Ergebnis der Zusammenarbeit vor allem mit den drei im Parlament vertretenen politischen Parteien in Form ihrer politischen Akademien und dem Österreich ischen Bundesjugendring, womit einem Heer in der österreichischen Demokratie besonders Rechnung getragen wurde.

Zweck des Bundesheeres (Bundesverfassung, Artikel 79 - auszugsweise)
,,(1) Dem Bundesheer obliegt die militärische Landesverteidigung.
(2) Das Bundesheer ist, soweit die gesetzmäßige zivile Gewalt seine Mitwirkung in Anspruch nimmt, ferner bestimmt
1. auch über den Bereich der militärischen Landesverteidigung hinaus
a) zum Schutz der verfassungsmäßigen Einrichtungen und ihrer Handlungsfähigkeit sowie der demokratischen Freiheiten der Einwohner,
b) zur Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit im Inneren überhaupt;
2. zur Hilfeleistung bei Elementarereignissen und Unglücksfällen außergewöhnlichen Umfanges.
(3) Weitere Aufgaben des Bundesheeres werden durch Bundesverfassungsgesetz geregelt.“

 

 

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