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| Die Einrichtungen der
Luftraumüberwachung ermöglichen nicht
nur militärische Abwehr-maßnahmen,
sondern auch Alarmierung der zivilen Bevölkerung. |
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| Radarbeobachter beim
Auswerten |
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| Luftpatrouille durch
SAAB 105 OE |
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Österreich ist
wegen seiner Unabhängigkeit und wegen seiner
Erklärung zur immerwährenden Neutralität
zur Wahrung der Unverletzlichkeit seines Luftraumes verpflichtet.
Daraus ergibt sich die Forderung nach einer Überwachung und Sicherung des Luftraumes.
Österreichs Luftraum wird aufgrund seiner mitteleuropäischen
Lage von sieben Luftstraßen durchschnitten
und wird pro Jahr von über 122.000 Luftfahrzeugen überflogen,
jährlich landen und starten ca. 70.000 Luftfahrzeuge.
In
Krisen- und Neutralitätsfällen erwachsen
besondere sicherheitspolitische Aufgaben für
die Luftraumsicherung. Es muß von vornherein
jederzeit klar sein, daß Österreich seinen
Luftraum selbst sichert, um zu verhindern, daß andere
Staaten sich "verpflichtet fühlen",
diese Aufgabe für uns wahrzunehmen.
Um die Souveränität
des österreichischen
Luftraumes zu wahren, ist dieser Luftraum ständig
zu überwachen. Militärische Luftfahrzeuge,
die ohne Genehmigung in den österreichischen
Luftraum eindringen, sind zu orten, ihre Zugehörigkeit
und ihr Kennzeichen sind festzustellen, die Luftfahrzeuge
sind aus österreichischem Hoheitsgebiet abzudrängen
oder sind zur Landung zu zwingen.
Zur Luftraumüberwachung werden in Österreich
ortsfeste und mobile Radarstationen errichtet und
betrieben. Diese Radarstationen liefern das Luftlagebild,
das militärischen und zivilen Stellen übermittelt
wird und somit Alarmierungsmaßnahmen und den
Einsatz von Flugzeugen ermöglicht. Im Frieden
wird gegen Luftraumverletzungen nur auf diplomatischem
Weg protestiert. Um einen wirkungsvollen Protest
durchführen zu können, ist eine einwandfreie
Identifizierung erforderlich. Diese Identifizierung
kann aufgrund der hohen Fluggeschwindigkeiten nur
mittels modernen Abfangjägern erfolgen. Sie
sind letztlich auch das einzige Mittel, das aktiv
gegen Luftraumverletzungen in Krisen- und Neutralitätsfällen
eingesetzt werden kann, um die österreichische
Neutralität insbesondere in kritischen Zeiten
glaubhaft unter Beweis stellen zu können.
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