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Österreichs Verteidigungspolitik > Militärische Landesverteidigung/Raumverteidigung

Saison-Start 2012 am 09. Mai
Auch heuer hat das Bunkermuseum wieder wie geplant am "Europatag" 09. Mai seine Tore geöffnet. In der (Rekord-)Saison 2011 kamen mit 9.572 mehr BesucherInnen denn je ins Museum - in die "Inselvariante" als Zwischenlösung...

Bunkermuseum doch noch nicht gerettet: Gesetzesänderung wurde aus Darabos-Kabinett sabotiert
Funktionsunfähig gemachtes Kriegsmaterial hätte mit einer Gesetzesänderung – wie früher – wieder nur dekorativer Schrott sein sollen. Dazu kam gegen alle Absprachen ein Veto... Warum wohl? Dazu hier bald mehr!

Bunker(museum) bleibt weiter unter Attacke
"Für den Bundesminister" laufen seit 2010 weiter unglaubliche Aktionen aus dem Darabos-BMLVS gegen das Bunkermuseum und gegen den Projektbetreiber ...

Landesbefestigung / Sperrtruppe
am Wurzenpass/Kärnten
    Militärische Landesverteidigung in Form der Raumverteidigung
    Quelle: Broschüre „bereit für Österreich“ (Stand: 1984; Text und Abbildungen wie im Original)
   
Zum Vergrößern bitte anklicken!
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Die militärische Landesverteidigung Österreichs ist durch die Raumverteidigung eine betont defensive Verteidigung, der dementsprechende Prinzipien zugrunde liegen:
- sie will durch die Bereitschaft und Fähigkeit zur Kampfführung beitragen, einen möglichen Aggressor abzuhalten, womit sie zur Friedenssicherung beiträgt;
- bei einem Angriff durch einen Aggressor verteidigt sie nachhaltig die wichtigsten Räume und sichert die übrigen und beabsichtigt möglichst große Teile des eigenen Staatsgebietes zu behaupten;
- sie richtet ihre Verteidigungsvorbereitungen auf einen Kampf im eigenen Land aus. Durch genaue Einsatzvorbereitung, durch Ausnützen und Verstärken des Geländes, durch Fördern der Zusammenarbeit der Soldaten mit der Bevölkerung kann der Heimvorteil genützt werden;
- sie baut auf einer allgemeinen Wehrpflicht und einem Heer mit starker Milizkomponente auf;
- sie stützt sich auf eine rechtzeitige und rasche Mobilmachung des Bundesheeres ab, wobei Teile ständig einsatzbereit zu sein haben;
- sie will die Gefährdung der Zivilbevölkerung von zu erwartenden Kampfhandlungen auf ein mögliches Mindestmaß reduzieren;
- sie sieht den zivilen Widerstand nicht als Alternative, sondern als notwendige Ergänzung im Rahmen der umfassenden Landesverteidigung.

Unterschiedliche militärische Bedrohungen erfordern unterschiedliche militärische Antworten, denen Österreich in Form der Raumverteidigung Rechnung trägt.

Bedingt durch die Lage in Mitteleuropa könnten militärische Bedrohungen als:
- Durchmarsch mit dem Ziel außerhalb Österreichs oder
- Teilbesetzung oder Besetzung Österreichs als Operationsbasis gegen einen Drittstaat erfolgen.

Dabei wird es dem Aggressor darauf ankommen, mit überlegenen mechanisierten Kräften und Luftunterstützung entlang der Hauptbewegungslinien in die für ihn wichtigen Räume vorzustoßen, um vollendete Tatsachen zu schaffen. Durch subversive Aktionen im gesamten Raum kann diese Aggression unterstützt werden.

Im Falle einer Gesamtbedrohung oder einer Bedrohung gegen weite Teile des Staatsgebietes werden demgegenüber Kampfverfahren in Schlüssel- und Raumsicherungszonen angewendet.

Im Falle einer räumlich begrenzten Bedrohung gegen einen Teil des Staatsgebietes wird durch das Kampfverfahren des räumlich begrenzten Abwehrkampfes im bedrohten Raum das Eindringen eines Aggressors verhindert und allenfalls eingedrungene Kräfte zerschlagen.

Im Falle von Bedrohungen geringerer Intensität, die sich aus Spannungen vor allem in den Nachbarländern, aus internationalen Spannungen sowie durch Terrorismus und Subversion ergeben, wird das Kampfverfahren Sicherungseinsatz durchgeführt.

Die Raumverteidigung ermöglicht durch unterschiedliche Verfahren sowohl den Neutralitätsschutz durch Überwachung der Grenzen als auch das nachhaltige tiefgestaffelte Verteidigen von Durchmarschlinien gegenüber jeden möglichen Aggressor. Die große Schlacht wird dabei in eine Vielzahl von aufeinanderfolgenden Gefechten aufgelöst, die auf die gesamte Tiefe des Landes verteilt sind und in ihrer Gesamtheit den gewünschten Verzögerungs- und Abnützungserfolg bringen sollen.
Durch Ausnützung starken Geländes und des "Heimvorteiles" beim Kampf im eigenen Land sowie durch die Fortsetzung des Kampfes im Rücken und in den Flanken wird der frontalen Überlegenheit sowie der Luftüberlegenheit eines Aggressors Rechnung getragen.

Hiezu werden im Bundesgebiet Schlüsselzonen und Raumsicherungszonen vorbereitet und gegebenenfalls mit dem Zweck aktiviert, durch Kampf in Schlüsselzonen die Durchmarschlinien zu sperren und in Raumsicherungszonen den Aggressor an der freien Nutzung des Raumes zu hindern. Einer räumlich begrenzten Bedrohung wird durch räumlich begrenzten Abwehrkampf begegnet. Durch Sicherungseinsatz wird die Grenzüberwachung sowie der Schutz von Räumen in der Tiefe oder in Nebenbedrohungsräumen erzielt.

Die Raumverteidigung ist ein spezifisch österreichisches Abwehrsystem, das für ihre Wirksamkeit der Zustimmung, Mitwirkung und Unterstützung durch die Bevölkerung bedarf. Daher verlangt die Raumverteidigung, daß das Heer in der Bevölkerung verankert und das gegenseitige Verständnis und Vertrauen gefördert wird.

Feste Anlage mit eingebautem  Panzerturm – Rückgrat der Panzerabwehr
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General Spannocchi - Umsetzer der Raumverteidigungsdoktrin
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Panzerigel – rasch verlegte und wirksame Sperren gegen Panzerbewegung
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Sperrjäger – in Festen Anlagen und als Infanterie zur Außenverteidigung
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