VERKEHRSINFO: Das Bunkermuseum ist trotz Bauarbeiten auf der slowenischen Seite am Wurzenpass an den Öffnungstagen problemlos erreichbar! (B109-Totalsperre auch in Österreich = nur 21. - 23. Mai!)

Österreichs Verteidigungspolitik > Österreichs Sicherheitspolitik

Saison-Start 2012 am 09. Mai
Auch heuer hat das Bunkermuseum wieder wie geplant am "Europatag" 09. Mai seine Tore geöffnet. In der (Rekord-)Saison 2011 kamen mit 9.572 mehr BesucherInnen denn je ins Museum - in die "Inselvariante" als Zwischenlösung...

Bunkermuseum doch noch nicht gerettet: Gesetzesänderung wurde aus Darabos-Kabinett sabotiert
Funktionsunfähig gemachtes Kriegsmaterial hätte mit einer Gesetzesänderung – wie früher – wieder nur dekorativer Schrott sein sollen. Dazu kam gegen alle Absprachen ein Veto... Warum wohl? Dazu hier bald mehr!

Bunker(museum) bleibt weiter unter Attacke
"Für den Bundesminister" laufen seit 2010 weiter unglaubliche Aktionen aus dem Darabos-BMLVS gegen das Bunkermuseum und gegen den Projektbetreiber ...

Landesbefestigung / Sperrtruppe
am Wurzenpass/Kärnten
    Österreichs Sicherheitspolitik
    Quelle: Broschüre „bereit für Österreich“ (Stand: 1984; Text und Abbildungen wie im Original)
   
Zum Vergrößern bitte anklicken!

Österreich ist eine freie, unabhängige und demokratische Republik, die sich aus freien Stücken immerwährend neutral erklärt hat. Die Sicherheitspolitik Österreichs hat daher zum Ziel :
- den Frieden in demokratischer Freiheit zu wahren und
- sich aus allen bewaffneten Konflikten herauszuhalten.

Durch wirksame Friedenssicherung bzw. wirksame Kriegsverhinderung können die Grundwerte der Republik Österreich erhalten und weiterentwickelt werden:

 
- die Unabhängigkeit nach außen und die territoriale Integrität seines Staatsgebietes,
- Autonomie im Inneren, also die Selbstbestimmung und Selbstgestaltung des innerstaatlichen Lebens,
- die Stärkung des Friedens im regionalen und globalen Rahmen,
- die Erhaltung der pluralistisch-demokratischen Staats- und Gesellschaftsordnung,
- ein möglichst hoher Lebensstandard der gesamten österreichischen Bevölkerung.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Österreichs Sicherheitsbewußtsein geht von der realistischen Beurteilung aus, daß die Gewaltanwendung im zwischenstaatlichen Bereich noch immer existiert und auch in absehbarer Zukunft existieren wird. Politische, wirtschaftliche und militärische Veränderungen in der europäischen Nachbarschaft können die Sicherheit Österreichs unmittelbar beeinflussen. Aber auch Ereignisse in den europäischen Randzonen, im Nahen Osten und weiter entfernten Gebieten könnten Auswirkungen auf Österreichs Sicherheit haben.

Die realistische Bedrohung der Sicherheit Österreichs liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in einem alles vernichtenden Atomkrieg, sondern kann ihren Ausgang nehmen von z. B. Fragen der Energieversorgung, der Rohstoffversorgung, der Menschenrechte, des Terrorismus bis hin zur direkten bewaffneten Aggression.

Die Sicherheitspolitik Österreichs versteht sich daher als ein Zusammenwirken von:
- Außenpolitik,
- Maßnahmen zur inneren Stabilität,
- umfassender Landesverteidigung.

Die Außenpolitik beruht auf der Neutralität Österreichs und den Bemühungen um die internationale Zusammenarbeit.
Im Vordergrund steht die Verpflichtung, in allen internationalen bewaffneten Konflikten neutral zu bleiben und schon in Friedenszeiten keine Bindung einzugehen, die uns in einem Krieg zwischen dritten Staaten hindern würde, die Normen des Neutralitätsrechtes zu beachten. Die Österreichische Neutralität ist damit auch ein wesentlicher Bestandteil des europäischen Gleichgewichtes, an dessen Aufrechterhaltung auf einem möglichst niedrigen Rüstungsniveau für Österreich ein vitales Interesse besteht. Für Österreich gilt es, eine wirkungsvolle Außenwirtschafts- und Auslandskulturpolitik zu führen und zu allen Staaten auszubauen, einen Beitrag zur Entspannung und zur europäischen Integration sowie zur Lösung internationaler Probleme zu leisten.

Einen besonderen Beitrag hiezu bildet die aktive Teilnahme Österreichs an den friedenserhaltenden Operationen der Vereinten Nationen in Krisengebieten.

Die Maßnahmen zur inneren Stabilität zielen auf eine soziale und wirtschaftliche Ausgewogenheit in Österreich ab, die die Voraussetzung für die Verwirklichung wesentlicher Grundwerte in Österreich ist.

Die umfassende Landesverteidigung verbindet vom System her gewaltfreie Maßnahmen in geistiger, ziviler und wirtschaftlicher Hinsicht mit gewaltverhindernden, notfalls gewaltabwehrenden Maßnahmen einer objektiv defensiven militärischen Verteidigung.

Durch ernsthafte und glaubhafte Vorbereitung aller Maßnahmen der umfassenden Landesverteidigung soll im Zusammenwirken mit politischen Maßnahmen eine Abhaltewirkung erzielt werden, die klarstellt, daß Österreich bereit und in der Lage ist, seine Grundwerte zu schützen und zu verteidigen, und daß jede Aggression gegen Österreich ein unverhältnismäßig hohes und daher nicht lohnendes Risiko darstellt. Als neutraler Kleinstaat hat Österreich selbst für seine Sicherheit mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu sorgen.

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